Crisis on Infinite Earths: Das DC-Event und die Rückkehr von Brandon Rouths Superman verstehen
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Alles über Crisis on Infinite Earths, das redaktionelle Event von DC Comics aus den Jahren 1985–1986, das das DC-Universum neu definierte, indem es das Multiversum eliminierte. In diesem Artikel erfahren Sie: den Entstehungskontext durch Marv Wolfman und George Perez, das narrative Konzept (Anti-Monitor bedroht alle Universen), die ikonischen Tode (Supergirl, Flash), die Vereinfachung des DC-Kanons, die Arrowverse-Adaption 2019–2020 mit der Rückkehr von Brandon Routh und Tom Welling sowie das kulturelle Erbe. Am Ende werden Sie verstehen, warum dieses Event eines der prägendsten in der gesamten Geschichte der Comics bleibt.
📋 Inhaltsverzeichnis
- Redaktioneller Kontext: DC im Jahr 1985
- Narratives Konzept: der Anti-Monitor
- Die ikonischen Tode (Supergirl, Flash)
- Die Vereinfachung des DC-Kanons
- Die Arrowverse-Adaption 2019–2020
- Die Rückkehr von Brandon Routh und Tom Welling
- Die Fortsetzungen (Infinite Crisis, Final Crisis)
- Kulturelles Erbe
- FAQ
- Fazit
Redaktioneller Kontext: DC im Jahr 1985
Anfang der 1980er Jahre befand sich DC Comics in einer komplexen Phase. Die redaktionelle Kontinuität hatte seit den 1940er Jahren Widersprüche, parallele Realitäten (Earth-One, Earth-Two, Earth-S, Earth-X) und eine Mythologie angesammelt, die für neue Leser unzugänglich geworden war.
Um dieses Problem zu lösen, beauftragte DC Marv Wolfman (Autor) und George Perez (Zeichner) mit einem massiven Event, das das gesamte DC-Universum neu ordnen sollte. Crisis on Infinite Earths wurde in 12 Ausgaben zwischen April 1985 und März 1986 veröffentlicht und wurde zu einem der ehrgeizigsten redaktionellen Projekte, die je in der Comic-Branche versucht wurden.
Das strategische Ziel: die parallelen Realitäten in einer einzigen, vereinheitlichten Kontinuität zusammenzuführen, den Kanon zu vereinfachen und Reboots aller DC-Helden in einem kohärenten und zugänglichen Universum zu ermöglichen. Um dieses Event in die redaktionelle Geschichte von Superman einzuordnen, verfolgt unser vollständiger Leitfaden zu unumgänglichen Superman-Comics die großen redaktionellen Ereignisse nach.
Narratives Konzept: der Anti-Monitor
Das zentrale Konzept von Crisis on Infinite Earths ist die Ankunft des Anti-Monitors, einer kosmischen Entität, die die Macht besitzt, ganze Universen zu zerstören, indem sie ihre positive Energie absorbiert. Diese Bedrohung zwingt alle Helden aller DC-Universen, sich für den ultimativen Kampf zu vereinen.
Der Anti-Monitor besitzt unermessliche Kräfte:
- Fähigkeit, ganze Universen in wenigen Augenblicken zu verschlingen
- Realitätsmanipulation auf kosmischer Ebene
- Erschaffung von Armeen dämonischer Schatten
- Unzerstörbarkeit gegenüber fast allen Superhelden
Angesichts dieser Bedrohung legen die DC-Helden ihre Differenzen beiseite, um Seite an Seite zu kämpfen. Superman, Batman, Wonder Woman, Flash, Green Lantern, aber auch alle Helden paralleler Universen (der Superman von Earth-Two, Supergirl usw.) nehmen an diesem kosmischen Krieg teil.
Die ikonischen Tode (Supergirl, Flash)
Crisis on Infinite Earths ist geprägt von mehreren Todesfällen großer Helden, redaktionelle narrative Entscheidungen, die die Fans der damaligen Zeit tief beeindruckten:
Der Tod von Supergirl. Kara Zor-El, Supermans Cousine, opfert sich im Kampf gegen den Anti-Monitor, um ihren Cousin zu retten. Dieser Tod, in Crisis #7, bleibt einer der bewegendsten in der gesamten Comic-Geschichte. Supergirl blieb fast zwanzig Jahre lang tot, bevor sie in den 2000er Jahren zurückkehrte.
Der Tod von Flash (Barry Allen). Der ursprüngliche Flash opfert sich, um die Anti-Materie-Kanone des Anti-Monitors zu zerstören, indem er mit unmöglicher Geschwindigkeit läuft, bis er in reine Energie umgewandelt wird. Dieser heldenhafte Tod etablierte Wally West (zuvor Kid Flash) als den neuen Flash für fast zwanzig Jahre.
Diese Tode zeigten, dass DC-Events reale und dauerhafte narrative Konsequenzen haben konnten, was den Weg für alle zukünftigen Comic-Events ebnete (insbesondere Der Tod von Superman 1992–1993).
Die Vereinfachung des DC-Kanons
Nach Crisis on Infinite Earths führte DC Comics einen großen redaktionellen Reset durch. Die zahlreichen Erden verschmolzen zu einer einzigen, vereinheitlichten Kontinuität. Mehrere wichtige strukturelle Entscheidungen:
- Superman wurde von John Byrne in Man of Steel (1986) neu gestartet
- Wonder Woman wurde von George Perez neu gestartet
- Batman wurde von Frank Miller (Year One) neu interpretiert
- Die Geschichte jedes Helden wurde neu überdacht, um kohärent zu sein
- Die Doppelgänger (Superman von Earth-One und Earth-Two) wurden eliminiert
Diese Vereinfachung wurde von neuen Lesern, die endlich ohne sich in den vielen Kontinuitäten zu verlieren in das DC-Universum eintauchen konnten, weithin begrüßt. Sie frustrierte jedoch auch historische Fans, die an den eliminierten Multiversen hingen.
Die Arrowverse-Adaption 2019–2020
Im Dezember 2019 – Januar 2020 adaptierte das CW Arrowverse Crisis on Infinite Earths in fünf Episoden, die Arrow, The Flash, Supergirl, Batwoman und Legends of Tomorrow kreuzten. Diese Adaption ist eines der ehrgeizigsten Superhelden-TV-Crossover, die je realisiert wurden.
Die Adaption greift die wichtigsten Punkte des Originalcomics auf:
- Der Anti-Monitor bedroht das Universum
- Tragischer Tod von Oliver Queen (dem Green Arrow des Arrowverse)
- Zusammenführung aller CW-Helden für den Endkampf
- Teilweiser Reset des Arrowverse-Universums
- Historische Cameos mehrerer ehemaliger Supermänner
Der kritische und populäre Erfolg der Adaption bestätigte, dass Crisis on Infinite Earths auch mehr als 35 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ein Event bleibt, das beim modernen Publikum Anklang findet.
Die Rückkehr von Brandon Routh und Tom Welling
Einer der emotional bewegendsten Momente der Arrowverse-Adaption ist die Rückkehr mehrerer historischer Superman-Schauspieler:
Brandon Routh, der Superman in Superman Returns (2006) verkörpert hatte, schlüpft in Crisis kurz wieder in das kryptonische Kostüm für einen nostalgischen Cameo. Dieser Auftritt versöhnt seine Superman-Version mit dem offiziellen DC-Kanon.
Tom Welling, der Clark Kent aus der Serie Smallville (2001–2011), erscheint ebenfalls in Crisis für einen ergreifenden Moment, der seinen Superman-TV-Arc endgültig abschließt. Seine Abschiedsszene auf der Kent-Farm mit Lois Lane (Erica Durance) gilt als eine der emotionalsten der gesamten Adaption.
Tyler Hoechlin, der moderne Superman aus Superman & Lois, spielt seine Hauptrolle im Crossover.
Diese historischen Auftritte schaffen eine emotionale Kontinuität zwischen allen Superman-Ären im Fernsehen und bestätigen die Idee, dass all diese Supermänner im offiziellen DC-Multiversum existieren.
Die Fortsetzungen (Infinite Crisis, Final Crisis)
Der Erfolg von Crisis on Infinite Earths führte zu mehreren Fortsetzungen, die die moderne redaktionelle DC-Geschichte prägten:
- Infinite Crisis (Geoff Johns, 2005–2006): direkte Fortsetzung, die einige verschwundene Multiversen und Charaktere zurückbringt
- Final Crisis (Grant Morrison, 2008–2009): kosmisches Event mit Darkseid als Hauptbedrohung
- Flashpoint (Geoff Johns, 2011): Event, das zum New 52 Reset führt
- Convergence (2015): bringt mehrere seit Crisis verschwundene Helden zurück
- Dark Nights: Metal (Snyder, 2017–2018): modernes Multiversums-Event
- Dark Nights: Death Metal (2020–2021): Abschluss des Multiversums-Arcs
Diese Tradition kosmischer DC-Events, die durch Crisis ins Leben gerufen wurde, prägt heute den redaktionellen Kalender des Verlags. Um zu erkunden, wie sich diese Events in die Superman-Mythologie einfügen, verfolgt unser vollständiger Leitfaden zur Geschichte Supermans die gesamte redaktionelle Entwicklung nach.
Kulturelles Erbe
Das Erbe von Crisis on Infinite Earths auf die Comic-Kultur ist beträchtlich:
Das Event als Genre. Crisis erfand das Event-Comic-Format, das die Branche seit vierzig Jahren dominiert. Alle Verlage (DC, Marvel, Image) organisieren ihre Comics jetzt um jährliche Großereignisse.
Das Multiversum als narratives Werkzeug. Obwohl Crisis die Multiversen eliminierte, überzeugten die narrativen Vorteile dieser Struktur DC schließlich davon, sie wieder einzuführen. Das moderne DC-Multiversum (und sein Marvel-Äquivalent) ermöglicht heute Geschichten, die vor Crisis unmöglich gewesen wären.
Die Kunst von George Perez. Die dichten, vielschichtigen und dynamischen Kompositionen von Perez in Crisis prägten eine ganze Generation von Zeichnern. Seine Kunst bleibt eine absolute Referenz für spätere Events.
Um weitere große Comic-Sagas zu erkunden, die die Superman-Geschichte geprägt haben, verfolgen unsere Analyse von Kingdom Come, unser Leitfaden zu Red Son und unsere Analyse von New 52 die wichtigsten redaktionellen Transformationen des Helden. Um diese Events im Alltag zu feiern, bietet unser Shop eine komplette Auswahl an Superman Events DC-Figuren, Superman-Dekorationen und Superman-Kleidung.
Der Neustart von Superman nach Infinite Crisis wird in Up, Up and Away! erzählt.
Um zu verstehen, wie mehrere Supermänner koexistieren, siehe unseren Leitfaden zum DC Multiversum und der Hypertime.
FAQ — Häufig gestellte Fragen
Was ist Crisis on Infinite Earths?
Crisis on Infinite Earths ist ein redaktionelles Event von DC Comics, das 1985–1986 veröffentlicht wurde, geschrieben von Marv Wolfman und illustriert von George Perez. Das Event führte alle DC-Multiversen zu einer einzigen Kontinuität zusammen und vereinfachte den Kanon, der nach Jahrzehnten paralleler Kontinuität zu komplex geworden war.
Welche Helden starben in Crisis on Infinite Earths?
Die ikonischsten Tode sind die von Supergirl (Kara Zor-El, Opfer gegen den Anti-Monitor) und Flash (Barry Allen, Opfer zur Zerstörung der Anti-Materie-Kanone). Diese Tode prägten die Fans tief und bleiben die absoluten Referenzen für heroische Tode in Comics.
Wurde Crisis on Infinite Earths für Kino oder Fernsehen adaptiert?
Im Fernsehen, ja. Das CW Arrowverse hat Crisis in fünf Episoden von Dezember 2019 bis Januar 2020 adaptiert, wobei Arrow, The Flash, Supergirl, Batwoman und Legends of Tomorrow miteinander verknüpft wurden. Die Adaption umfasste historische Cameos, insbesondere von Brandon Routh und Tom Welling.
Warum hat DC Crisis on Infinite Earths gemacht?
Um die seit den 1940er Jahren im DC-Kanon angesammelten Widersprüche zu lösen und neuen Lesern den Einstieg in das Universum zu ermöglichen, ohne sich in den vielen parallelen Kontinuitäten zu verlieren. Es war ein massiver redaktioneller Reset, um den gesamten DC-Katalog neu zu beleben.
Was sind die Fortsetzungen von Crisis on Infinite Earths?
Mehrere DC-Sequels setzten die Crisis-Tradition fort: Infinite Crisis (2005-2006) von Geoff Johns, Final Crisis (2008-2009) von Grant Morrison, Flashpoint (2011), Convergence (2015), Dark Nights: Metal (2017-2018) und Dark Nights: Death Metal (2020-2021).
Ist Crisis on Infinite Earths für Anfänger leicht zu lesen?
Nicht unbedingt. Das Event setzt ein Vorwissen über die vielen DC-Helden und ihre Kontinuitäten voraus. Für Anfänger ist es besser, mit zugänglicheren Sagas wie Kingdom Come oder Superman: Birthright zu beginnen, bevor man sich in Crisis vertieft. Unser umfassender Leitfaden zu Superman-Comics bietet Empfehlungen für jedes Profil.
Fazit
Crisis on Infinite Earths bleibt, über vierzig Jahre nach ihrer Veröffentlichung, eines der prägnantesten redaktionellen Ereignisse in der gesamten Geschichte der modernen Comics. Ihre narrative Reichweite (Verschmelzung der Multiversen), ihre ikonischen Tode (Supergirl, Flash) und ihr nachhaltiger Einfluss auf die Branche machen sie zu einer absoluten Referenz.
Crisis zu verstehen bedeutet zu verstehen, wie ein Verlag massive narrative Risiken für seinen gesamten Katalog eingehen kann, während er gleichzeitig die Bindung der Fans bewahrt. Die Arrowverse-Adaption von 2019-2020 bestätigte, dass dieses Ereignis beim modernen Publikum nach wie vor relevant ist und dass seine Themen (heldenhaftes Opfer, Zusammenhalt angesichts kosmischer Bedrohungen) zeitlos sind.