Jack O'Halloran in der Rolle von Non, dem stummen Kryptonier aus Superman II

Non (Superman): der dritte Kryptonier der Phantomzone und seine rohe Gewalt

Supermans Feinde
DC Comics Phantomzone Superman II ⏱ 9 Min. Lesezeit

Alles über Non (Superman), den dritten Kryptonier, der an der Seite von Zod und Ursa zur Phantomzone verurteilt wurde. 1978 im Kino geboren, spricht er nicht eine einzige Zeile und dient allein dazu, zuzuschlagen: Sie werden sehen, warum dieses Schweigen zu seinem Markenzeichen geworden ist. Dieser Artikel verfolgt seinen Prozess auf Krypton, seine unfreiwillige Befreiung durch Superman, den weitaus grausameren Ursprung, den die Comics ihm 2007 gegeben haben, und die ganz andere Version aus der Serie Supergirl.

Non (Superman): Wer ist der dritte Kryptonier der Phantomzone

Das Trio kryptonischer Verbrecher, die in dem Dimensionsgefängnis von Krypton eingeschlossen sind, lässt sich auf drei Namen bringen: Zod, Ursa und Non. Der erste befiehlt, die zweite führt aus, der dritte schlägt zu. Non, der stumme Kryptonier, ist die Masse der Gruppe: ein Koloss, der nicht redet, nicht verhandelt und so lange vorrückt, bis etwas nachgibt.

Sein Name besteht aus einem einzigen Wort. Die Figur trägt kein Suffix eines kryptonischen Hauses — weder -El wie der echte Name von Superman, noch -Zod, noch -Ur — und keine der eingesehenen Quellen schreibt ihm eine andere Identität zu.

Seltenes Detail im DC-Universum: Non wurde auf der Leinwand geboren, nicht auf einer Seite. Er erscheint zuerst im Film Superman von 1978, in dem der Vater von Superman in dem Gericht sitzt, das ihn verurteilt. Fast dreißig Jahre werden vergehen, bis er in die Kontinuität der Comics einzieht, die seinen Ursprung umkehren wird.

Das Wichtigste

  • Name: Non, ein einziges Wort, ohne Suffix eines kryptonischen Hauses
  • Erster Auftritt (Kino): der Film Superman, Dezember 1978
  • Erster Auftritt (Comics): Action Comics #845, mit Coverdatum Januar 2007
  • Darsteller: Jack O’Halloran im Kino, Chris Vance in Supergirl
  • Schwächen: Kryptonit und das Licht einer roten Sonne

Eine Figur, die für den Superman-Film von 1978 geschaffen wurde

Der Film Superman wird am 10. Dezember 1978 im Kennedy Center in Washington als Premiere gezeigt, kommt dann am 14. Dezember im Vereinigten Königreich und am 15. Dezember in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Non hat darin nur eine Szene, die Eröffnungsszene: einen Prozess auf Krypton.

Drei Angeklagte müssen sich wegen eines versuchten Staatsstreichs verantworten. Das Tribunal, in dem Jor-El sitzt, verurteilt sie zur Phantomzone. Jor-El beschreibt den dritten als eine geistlose Abweichung, die sich allein durch Gewalt und Zerstörung äußert. Die Replik legt die Figur fest: Er hat kein Vorhaben, er hat eine Funktion.

Non wurde für den Film von 1978 geschaffen: Wikipedia nennt Mario Puzo, den Autor der Geschichte, ohne dass eine andere Quelle bestätigt, von wem die Idee zur Figur stammt. Das Drehbuch stammt von Puzo, David Newman, Leslie Newman und Robert Benton. Der Prozess errichtet eine Kulisse, die die herrschende Klasse von Krypton anschließend einnehmen wird.

Superman II: Der Mann aus Stahl befreit das Trio selbst

Superman II kommt am 4. Dezember 1980 in Australien, am 9. April 1981 im Vereinigten Königreich und am 19. Juni 1981 in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Der Film beruht auf einer Ironie: Es ist Superman, der die Gefangenen freilässt. Eine Wasserstoffbombe, die er in den Weltraum geschickt hatte, explodiert, und die Schockwelle zerbricht ihr Gefängnis in der Nähe der Erde.

Unter dem Licht einer gelben Sonne erlangen die drei Kryptonier die gleichen Kräfte wie er. Sie töten Astronauten auf dem Mond, erreichen die Erde, nehmen das Weiße Haus ein und verbünden sich dann mit dem Erzfeind des Mannes aus Stahl. Non sagt während der ganzen Operation kein einziges Wort.

Die Niederlage findet in der Festung der Einsamkeit statt: Eine Aussetzung an rotes Licht nimmt dem Trio seine Kräfte, und der Riese stürzt in eine Spalte, als er versucht, sie zu überfliegen. Die Dreharbeiten waren holprig: Richard Donner wird am 15. März 1979 nach etwa 75 % der Aufnahmen abgesetzt, Richard Lester übernimmt im September 1979. Eine Neufassung, die am 28. November 2006 erschienen ist, verteilt den finalen Kampf neu.

Der stumme Riese: Jack O’Halloran hinter der Rolle

Non wird von Jack O’Halloran gespielt, geboren am 8. April 1943 in Philadelphia, der später in Runnemede in New Jersey gelebt hat. Vor dem Kino war er Profiboxer im Schwergewicht.

Seine Bilanz: 57 Kämpfe zwischen 1966 und 1974, davon 34 Siege, 21 Niederlagen und 2 Unentschieden, bei 1,98 m Körpergröße. Er traf auf George Foreman und Ken Norton, war 1972 Schwergewichtsmeister von Kalifornien und hörte 1974 auf, um sich dem Kino zuzuwenden. Diese Statur erklärt die körperliche Präsenz der Rolle gegenüber dem Schauspieler, der damals Superman verkörperte.

O’Halloran hat erzählt, die Idee sei von ihm gekommen: Non wie ein Kind zu spielen, das seine Kräfte entdeckt und Laute ausstoßt, weil ihm die Stimme fehlt. Diese Entscheidung trennt den Riesen von der Kälte des Generals, den Terence Stamp spielt, und von der Grausamkeit Ursas.

In den Comics: ein Einstieg 2007, und nichts davor

Der Einstieg von Non in die Comics kommt spät: Action Comics #845, mit Coverdatum Januar 2007. Der Handlungsbogen „Last Son“ von Geoff Johns und Richard Donner — dem Regisseur des ersten Films — gezeichnet von Adam Kubert, läuft über Action Comics #844-846 und #851 und endet dann im Annual #11 im Jahr 2008. Die #844 eröffnet den Bogen, aber belegt ist die #845.

Action Comics Annual #10, datiert März 2007, enthält das Segment „The Criminals of Krypton“. Non ist dort einer der großen wissenschaftlichen Köpfe von Krypton und ein Vertrauter von Jor-El. Er führte eine separatistische Bewegung an, und der Rat von Krypton ließ ihn lobotomieren: Stummheit und Brutalität sind hier eine politische Strafe, keine Natur. Derselbe Handlungsbogen führt Christopher Kent ein, den Sohn von Zod und Ursa, gegenüber dem sich der Riese beschützend zeigt.

Vor der Neuausrichtung von 1986 existiert Non dagegen nicht. Die historischen Verbrecher des kryptonischen Gefängnisses heißen Jax-Ur, Quex-Ul oder Faora Hu-Ul. Die Miniserie The Phantom Zone, vier Hefte, erschienen von Januar bis April 1982, kommt dennoch einige Monate nach Superman II heraus — und zeigt weder Non noch Ursa. Fast dreißig Jahre lang blieb er eine Kinofigur, die die Comics nicht aufgegriffen haben, während die Geschichte von Krypton an anderer Stelle neu geschrieben wurde.

Zwei entgegengesetzte Ursprünge für dieselbe Figur
Filme (1978-1981) Comics (seit 2007)
Was er ist eine Abweichung, ohne bekannte Vergangenheit einer der großen wissenschaftlichen Köpfe von Krypton
Ursache der Stummheit nie erklärt, als angeboren dargestellt eine Lobotomie, nach einer separatistischen Bewegung
Verbindung zu Jor-El ein Angeklagter vor dem Gericht, in dem Jor-El sitzt ein Vertrauter von Jor-El vor seinem Sturz

Kräfte und Schwächen von Non (Superman)

Das Arsenal von Non ist das jedes Kryptoniers, der einer gelben Sonne ausgesetzt ist: eine maßlose Kraft, die Geschwindigkeit, der Flug, eine Haut, der fast nichts etwas anhaben kann, die verschiedenen Blicke und ein verstärktes Gehör. Keine Fähigkeit gehört ihm allein: Die Figur muss nicht besonders sein, um ein Problem zu sein.

Die Schwächen sind ebenfalls dieselben: Kryptonit und die Strahlung einer roten Sonne. Die zweite setzt ihn in Superman II außer Gefecht. Dazu kommt eine ohne Umwege ausgenutzte Lücke, seine geringe Intelligenz: Non umgeht eine Falle nicht, er geht hindurch.

Bleibt die Stummheit, die keine Kraft ist, aber genauso schwer wiegt. In den beiden Filmen spricht der Riese nicht eine einzige Zeile; in den Comics bleibt er nahezu nonverbal — ein Gegner, mit dem sich nichts verhandeln lässt. Verglichen mit der Liste der Fähigkeiten des Mannes aus Stahl hat sein Steckbrief nichts Originelles.

Non gegen Superman: Die Kraft entscheidet zwischen beiden nicht

Die Verbindung zwischen Non und Superman führt nicht über Superman: Sie führt über seinen Vater. Der Riese wird von dem Gericht verurteilt, in dem Jor-El sitzt, und in den Comics verkehrte er mit diesem vor seiner Lobotomie. Er ist ein geerbter Feind.

Superman ist dagegen die unmittelbare Ursache seiner Befreiung: Die Schockwelle seiner eigenen Bombe sprengt das Gefängnis. Das Trio ist ein Fehler des Mannes aus Stahl, und die Rivalität mit Zod beginnt mit dieser Umkehrung.

Dieselbe Spezies, dieselbe Sonne, dieselben Kräfte: Rohe Gewalt entscheidet zwischen ihnen nichts. In dem zweiten Film der Saga kommt der Sieg aus einer List — der Molekülkammer und dem roten Licht — nicht aus einem gewonnenen Kampf. Das rückt Non in die Nähe der Bestie, die Superman getötet hat, und trennt ihn von den Manipulatoren aus der Rangliste der Gegner des Mannes aus Stahl: Zod entscheidet, Ursa gibt weiter, Non schlägt zu.

Non in der Serie Supergirl: eine Version, die spricht

Die Serie Supergirl verleiht der Figur ein ganz anderes Gesicht. Chris Vance spielt die Rolle in Staffel 1: Die Besetzung wird im Oktober 2015 bekannt gegeben, und Non erscheint am 14. Dezember 2015 in „Hostile Takeover“. Dieser Non spricht, befiehlt und intrigiert.

Er ist der Ehemann von Astra In-Ze, gespielt von Laura Benanti, Zwillingsschwester von Alura und Tante von Kara Zor-El. Astra ist nicht Ursa: Sie ist eine für die Serie geschaffene Figur, in den Comics nicht vorhanden, und die beiden dürfen nicht verwechselt werden. Die Serie behält dagegen die Idee des Wissenschaftlers, der zum Militär wurde, ein Echo des Comic-Ursprungs von 2007, aber ohne die Lobotomie.

Am 18. April 2016, in „Better Angels“, läuft der von Astra übernommene Myriad-Plan bereits, und Non treibt ihn zu Ende. Die Heldin der Serie stellt sich ihm, indem sie gegen seinen Hitzeblick vorrückt, und verbrennt ihm die Augen. Die Quellen gehen über den Fortgang auseinander: Eine Episodenzusammenfassung beschreibt ihn als betäubt und geblendet, ein Fan-Wiki führt ihn unter den Toten. Besiegt also, mehr nicht.

Spiele, Zeichentrick und New Krypton: die weiteren Auftritte

Im Jahr 2009 steckt Superman: World of New Krypton Non in die Armee des neuen Krypton: Zur Strafe dafür, dass er Christopher Kent in der Phantomzone zu Hilfe gekommen ist, wird er als Anwärter in die Einheit Red Shard versetzt, die Superman im Namen der Militärgilde befehligt. Die anderen Anwärter zwingen ihn als Aufnahmeritual, gegen ein wildes Tier zu kämpfen; Superman unterbricht die Szene, und der Riese bleibt ihm seitdem treu. Dieses weitläufige Crossover bleibt sein am weitesten ausgebauter Rahmen.

Non kam sogar in einem lizenzierten DC-Produkt vor, zwanzig Jahre vor seiner ersten Comicseite. Das Spiel Superman von Kemco, am 26. Dezember 1987 in Japan und im Dezember 1988 in Nordamerika für das NES erschienen, macht ihn zum Endgegner, nach Lex Luthor und an der Seite von Ursa und Zod, in den Videospielen des Helden.

Im Zeichentrick erscheint Non unter den Kryptoniern der Phantomzone in Staffel 4 von Young Justice, mit dem Untertitel Phantoms.

Eine Verwechslung kehrt immer wieder: Der große stumme und gepanzerte Kryptonier aus Man of Steel ist nicht Non, sondern Nam-Ek. Die Figur fehlt im Film von Zack Snyder, in dem die Begleitmannschaft des Zod dieser Version andere Soldaten umfasst, darunter die Kriegerin Faora.

FAQ — Häufige Fragen

Wer ist Non im Universum von Superman?

Non ist der dritte Kryptonier des Trios, das zur Phantomzone verurteilt wurde, neben Zod und Ursa: ein stummer Koloss, geschaffen für den Film Superman von 1978 und gespielt von Jack O’Halloran. Er setzt die Gewalt um, deren Einsatz die beiden anderen beschließen.

Erscheint Non in Man of Steel?

Er erscheint dort nicht. Der große stumme und gepanzerte Kryptonier aus dem Film von Zack Snyder heißt Nam-Ek. Für die Begleitmannschaft von Zod in dieser Version lesen Sie besser die Kriegerin Faora.

Warum spricht Non nicht?

Im Kino erklärt es nichts: Jor-El stellt ihn als eine Abweichung dar, die sich allein durch Gewalt äußert. In den Comics kommt die Erklärung 2007 — eine Lobotomie, beschlossen von dem Rat von Krypton nach einer separatistischen Bewegung.

In welchem Comic erscheint Non zum ersten Mal?

In Action Comics #845, mit Coverdatum Januar 2007, innerhalb des Handlungsbogens „Last Son“ von Geoff Johns und Richard Donner. Die #844 eröffnet den Bogen, aber belegt für Non ist die #845. Die vollständige Geschichte läuft bis 2008.

Wer spielt Non in den Superman-Filmen?

Jack O’Halloran, ehemaliger Schwergewichtsboxer, in Superman (1978) und Superman II. Man findet ihn in der Neufassung von Richard Donner wieder. Im Fernsehen ist es Chris Vance, in Supergirl.

Ist Non so stark wie Superman?

Auf dem Papier ja: dieselbe Spezies, dieselbe gelbe Sonne, dieselben Kräfte. Darum führt der Sieg in Superman II über eine List und nicht über einen gewonnenen Kampf. Der Unterschied zwischen gelber Sonne und roter Sonne erklärt diese Mechanik.

Stirbt Non in der Serie Supergirl?

Die Quellen gehen auseinander. Eine Zusammenfassung der Episode „Better Angels“ beschreibt ihn als von Supergirl betäubt und geblendet; ein Fan-Wiki führt ihn unter den Toten. Am sichersten ist es, ihn besiegt zu nennen.

Fazit

Non, der stumme Kryptonier, ist der einfachste des Trios und doch derjenige, der sich am schwersten allein erzählen lässt. Er hat kein Vorhaben, keine Zeile Dialog, und sein Ursprung dreht sich vollständig um, je nachdem, ob man den Film ansieht oder den Comic liest. Genau das macht ihn nützlich: Er zeigt, was Superman gegenübersteht, wenn sich nichts mehr verhandeln lässt.

Wenn Sie weiterlesen möchten, öffnen sich zwei Türen: das Gefängnis, das ihn jahrzehntelang festgehalten hat, und die Rivalität mit dem General, der ihm seine Befehle gibt.

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