Laura Benanti als Astra In-Ze, mit braunen Haaren, in der Serie Supergirl

Astra In-Ze: Karas Tante und die Entflohenen von Fort Rozz

Supergirl
Serie Supergirl Laura Benanti Fort Rozz ⏱ 10 Min. Lesezeit

Alles über Astra In-Ze, die kryptonische Generalin, die sich die Serie Supergirl 2015 ausdenkt, um aus ihr Karas Tante zu machen. Laura Benanti verkörpert sie, ebenso wie ihre Zwillingsschwester Alura, die Mutter der Heldin. Um sie herum kreisen Non, ihr Ehemann, und ein Teil der Häftlinge von Fort Rozz, einem Gefängnis der Phantomzone, das auf die Erde gestürzt ist. Du erfährst, woher die Generalin stammt, warum sie mit Superman nicht blutsverwandt ist und wie ihr Weg in Staffel 1 endet.

Astra In-Ze, eine Generalin, die mit der Serie Supergirl entstand

Astra In-Ze hat keine Vergangenheit in den Comics. Während Non aus dem Kinofilm von 1978 stammt, wurde sie direkt für die Serie Supergirl erdacht. Der ausführende Produzent Andrew Kreisberg bestätigte es gegenüber Entertainment Weekly noch am Abend der Pilotfolge, am 26. Oktober 2015: Die große Gegenspielerin der ersten Staffel hatte kein Vorbild in den Comics. Ihre Erschaffung geht auf Greg Berlanti, Ali Adler und Andrew Kreisberg zurück.

Die Generalin zeigt sich erst ganz am Ende der Pilotfolge „Pilot“ (1x01), die am 26. Oktober 2015 auf CBS in den USA ausgestrahlt wurde und in Frankreich den Titel „Une nouvelle héroïne“ trägt. Man erfährt dann, dass sie die Vorgesetzte von Vartox ist, und sie nennt Kara bereits ihre Nichte. Laura Benanti, ursprünglich für die Rolle von Karas Mutter engagiert (Deadline, 20. Februar 2015), spielt schließlich beide Zwillingsschwestern, Alura und Astra: Die Heldin, gespielt von Melissa Benoist, steht so einer Feindin gegenüber, die das Gesicht ihrer eigenen Mutter trägt.

Unter den Superman-Serien lief Supergirl auf zwei amerikanischen Sendern: auf CBS nur in Staffel 1, ausgestrahlt vom 26. Oktober 2015 bis zum 18. April 2016, danach ab Staffel 2 auf The CW. In Frankreich startet TF1 diese erste Staffel am 10. Juli 2017.

Das Wichtigste

  • Erschaffen von: Greg Berlanti, Ali Adler und Andrew Kreisberg, für die Serie
  • Darstellerin: Laura Benanti, die auch Alura spielt
  • Erster Auftritt: „Pilot“ (1x01), 26. Okt. 2015 auf CBS (USA)
  • Tod auf dem Bildschirm: 1x13, 8. Feb. 2016 auf CBS (USA)
  • In den Comics: keine Version vor der Serie

Astra In-Ze, Tante von Kara, aber nicht von Superman

In der Serie ist Astra die Zwillingsschwester von Alura, der leiblichen Mutter von Kara Zor-El, und damit die Tante der Heldin mütterlicherseits. Außerdem ist sie die Ehefrau von Non und die Schwägerin von Zor-El, Karas Vater. Zwischen Tante und Nichte bleibt der Krieg eine Familienangelegenheit.

Mit Superman dagegen ist Astra nicht blutsverwandt. Andrew Kreisberg hat es klargestellt: Sie ist nicht Lara, die Mutter von Kal-El, und ihre Glyphe ist nicht das S des Hauses El. Von den beiden Zwillingsschwestern hat nur Alura dort eingeheiratet; Astra bleibt eine In-Ze. In den Comics ist Alura übrigens Supermans angeheiratete Tante, als Ehefrau von Zor-El, dem Bruder von Jor-El.

Alura dagegen stammt tatsächlich aus den Comics. Sie erscheint in einer Rückblende in Action Comics #252, Coverdatum Mai 1959, von Otto Binder und Al Plastino, ohne dort beim Namen genannt zu werden; im Silver Age schreibt sich ihr Name „Allura“. Mia Farrow spielt sie im Kino in Supergirl (1984). Keine dieser Versionen gibt ihr eine Zwillingsschwester, die Generalin ist.

Der Name „Astra Zor-El“, der manchmal kursiert, hält also nicht stand. Hüte dich auch vor Namensvetterinnen: Astra Logue, zu sehen in Legends of Tomorrow, und Königin Astra von Infanta, der man in den Wonder-Woman-Comics begegnet, sind andere Figuren.

Fort Rozz, ein vom Himmel gefallenes Gefängnis

Um zu verstehen, woher Astras Soldaten kommen, muss man zu Fort Rozz zurückgehen. In der Serie ist es ein Hochsicherheitsgefängnis, eingeschlossen in der Phantomzone. Karas Kapsel trieb dort vierundzwanzig Jahre lang umher. Als sie wieder herauskam, riss sie das Gefängnis mit sich, und Fort Rozz zerschellte am Ende auf der Erde. Die Häftlinge sind frei, weil ihr Gefängnis abgestürzt ist, und nicht infolge einer geplanten Flucht. Die Serie beginnt zwölf Jahre nach diesem Absturz.

Die Bezeichnung „Entflohene von Fort Rozz“, die das englische „Fort Rozz escapees“ nachbildet, beschreibt also eher ein Ergebnis als eine Handlung. In „Solitude“ (1x15), am 29. Februar 2016 in den USA ausgestrahlt, erfährt man außerdem, dass Indigo der Kapsel geholfen hat, die Zone zu verlassen, was das Herausschleudern des Forts erleichterte.

Über der gesamten Handlung liegt eine Ironie: Ein Teil dieser Gefangenen war von Alura verurteilt worden, die auf Krypton als Richterin tätig war. Als Kara auf der Erde ankommt, zieht sie also die Verurteilten ihrer Mutter hinter sich her, darunter ihre eigene Tante.

Fort Rozz in den Superman-Comics

Der Name Fort Rozz wurde nicht für Supergirl erfunden: Er stammt aus den Superman-Comics. In Action Comics #851, Coverdatum August 2007, dem vierten Teil des Arcs „Last Son“, sitzt Superman in der Phantomzone fest. Mon-El führt ihn zu Fort Rozz, einem alten kryptonischen Gefängnis, wo Superman gegen Dev-Em kämpft.

Der Ort soll sogar auf Krypton Chronicles #1 zurückgehen, Coverdatum September 1981, von E. Nelson Bridwell und Curt Swan. Dort soll Fort Rozz eine alte Militäranlage bezeichnen, noch kein Gefängnis; diese erste Spur ist allerdings kaum dokumentiert. Die Phantomzone selbst erscheint bereits in Adventure Comics #283, datiert auf April 1961, in einer Superboy-Geschichte, geschrieben von Robert Bernstein und gezeichnet von George Papp.

Was die Serie hinzufügt, ist der Sturz. Der Absturz des Gefängnisses auf die Erde, im Sog von Karas Kapsel, existiert nur in Supergirl. Wenn du „Last Son“ aufschlägst, findest du dort zwar die Kulisse von Fort Rozz, aber nicht Astra: Der Non dieser Comics dient Zod, nicht der Generalin.

Non, Mur, Gor und Vartox: die Soldaten der Generalin

Auf dem Bildschirm befehligt Astra nicht ganz Fort Rozz. Sie führt ihre eigene Truppe unter den befreiten Häftlingen an: Vartox, ihr Untergebener, taucht schon in der Pilotfolge auf, und Mur und Gor gehören zu ihren kryptonischen Soldaten. In „Stronger Together“ (1x02) dient auch ein aus dem Gefängnis entflohener Hellgrammite ihren Plänen. Nicht alle Entflohenen folgen ihr: Indigo verachtet Astra und verbündet sich erst nach dem Tod der Generalin mit Non.

In der ersten Reihe dieser Truppe steht Non, in der Serie ihr Ehemann. Die Figur entsteht im Kino, im Film Superman von 1978, in dem Jack O'Halloran den stummen Komplizen von Zod spielt. Die Comics nehmen ihn erst viel später auf, in Action Comics #845, Coverdatum Januar 2007, im Rahmen des Arcs „Last Son“ von Geoff Johns und Richard Donner, gezeichnet von Adam Kubert.

In der Serie spielt Chris Vance Non; seine Verpflichtung meldet The Hollywood Reporter am 12. Oktober 2015, zwei Wochen vor der Pilotfolge. Die Ehe mit Astra ist eine Erfindung von Supergirl, und es ist dieses Paar, das das Projekt Myriad vorantreibt.

Tante gegen Nichte: die Duelle in Staffel 1

Das erste echte Duell folgt in „Stronger Together“ (1x02), am 2. November 2015 auf CBS in den USA ausgestrahlt und in Frankreich unter dem Titel „Période d'essais“ gelaufen. Astra benutzt mithilfe des Hellgrammite Alex Danvers als Köder. Während des Kampfes gegen Kara wird sie von „Hank Henshaw“, der in Wahrheit J'onn J'onzz ist, mit einem Dolch aus Kryptonit verletzt.

Astra kehrt in „Human for a Day“ (1x07) zurück, am 7. Dezember 2015 in den USA, um Kara mit ihren Soldaten Mur und Gor in einen Hinterhalt zu locken. Astra und ihre Leute tragen inzwischen Vorrichtungen, die sie vor Kryptonit schützen. Eine Woche später, in „Hostile Takeover“ (1x08, 14. Dezember 2015, US-Ausstrahlung; „L'Importance des secrets“ in der französischen Fassung), besiegt Kara sie und bringt sie zum DEO. Der Sieg täuscht: Astra hat sich gefangen nehmen lassen, um abzulenken, während Non Lord Technologies angriff.

In „Blood Bonds“ (1x09, 4. Januar 2016 in den USA; „L'Instant de vérité“ in der französischen Fassung) ist Astra noch immer in Gefangenschaft, und General Sam Lane aus der Serie foltert sie mit Kryptonit, um ihr den Aufenthaltsort von Non abzupressen. Schließlich wird sie gegen Hank Henshaw ausgetauscht, und sie selbst befiehlt Non, sich an den Austausch zu halten.

Warum Alura ihre Zwillingsschwester verurteilte

Die Folgen 1x08 und 1x09 lüften das Geheimnis um die Vergangenheit der beiden Schwestern. Auf Krypton war Astra Generalin. Sie wollte den Planeten retten, aber mit Mitteln, die das Gesetz nicht erlaubte. Verstörendes Detail: Auch Alura glaubte an das nahe Ende Kryptons; die Zwillingsschwestern teilten die Diagnose, waren sich aber über die Methode uneins.

Um ihre Schwester aufzuhalten, benutzte Alura Kara und den Peilsender, den Astra ihrer Nichte geschenkt hatte. Anschließend verurteilte sie Astra zu einer Haft in Fort Rozz, genau jenem Gefängnis, das später Karas Kapsel bis zur Erde folgen sollte.

Beim genauen Anklagepunkt sind sich die Quellen nicht einig. Manche stellen das Projekt Myriad ins Zentrum der lebenslangen Verurteilung von Astra und Non. Andere nennen eine Reihe von Verbrechen, darunter den Mord an einem Wärter, begangen von Non auf Astras Befehl. Eines ist dagegen klar: Jor-El spielt in diesem Prozess keine Rolle. Es ist eine Angelegenheit zwischen den beiden In-Ze-Zwillingen, die Richterin gegen die Generalin.

Der Tod von Astra In-Ze durch Alex' Schwert

Astra stirbt in „For the Girl Who Has Everything“ (1x13), am 8. Februar 2016 auf CBS in den USA ausgestrahlt und in Frankreich unter dem Titel „Un monde parfait“ gelaufen. Die Folge leiht sich ihren Namen von „For the Man Who Has Everything“, der Geschichte von Alan Moore und Dave Gibbons aus Superman Annual #11, Coverdatum September 1985, die die Black Mercy erschaffen hatte. In der Folge ist es Kara, die von dieser Pflanze in einem Traum gefangen gehalten wird.

In diesem Traum ist Kara wieder auf Krypton, wo man Kal-El als Kind sieht, gespielt von Daniel DiMaggio. Nebenbei kehrt die Serie die Wirkungsweise der Pflanze um: Die Illusion wird dort mit der Zeit stärker, während sie im Comic schwächer wird.

Die Generalin fällt in derselben Folge. Sie gewinnt die Oberhand über J'onn, und es ist Alex Danvers, die sie mit einem Kryptonitschwert durchbohrt. J'onn nimmt die Schuld auf sich und versichert Kara, er habe ihre Tante getötet. Alex bewahrt das Geheimnis bis „Solitude“ (1x15), wo sie die Wahrheit gesteht.

Die Trauerfeier findet in „Truth, Justice and the American Way“ (1x14, 22. Februar 2016 in den USA; „La Rivale“ in der französischen Fassung) statt, einer Folge, deren Titel Supermans Motto aufgreift. Kara und Non erweisen Astra dort die letzte Ehre, und Non schwört, Kara zu töten, sobald die Trauerzeit vorüber ist.

Myriad, Superman und was nach ihrem Tod von Astra bleibt

Astras Plan überlebt sie. Myriad, das Projekt zur Gedankenkontrolle, das sie gemeinsam mit Non vorantrieb, wird nach ihrem Tod von ihrem Ehemann gestartet. In „Myriad“ (1x19), am 11. April 2016 in den USA ausgestrahlt, gerät sogar Superman selbst in den Bann des Projekts. Im Finale „Better Angels“ (1x20, 18. April 2016, US-Ausstrahlung) besiegt Kara Non und schickt Fort Rozz, das Myriad speist, ins All.

Astra tritt Superman auf dem Bildschirm also nie gegenüber. Als Tyler Hoechlin das Kostüm anzieht, gleich in der ersten Folge von Staffel 2, am 10. Oktober 2016 in den USA auf The CW ausgestrahlt, ist die Generalin nur noch ein Name. In „The Last Children of Krypton“ (2x02, 17. Oktober 2016, US-Ausstrahlung) behauptet Alex gegenüber Lillian Luthor sogar, Astra habe zum Haus El gehört: Das ist ein Fehler, denn Astra ist mit diesem Haus nur über ihre Schwester und ihre Nichte verbunden. Der digitale Comic Adventures of Supergirl #6, erschienen im April 2016 und von Sterling Gates und Emanuela Lupacchino gestaltet, erwähnt sie ebenfalls.

In Staffel 3 übernimmt Erica Durance, die Lois Lane aus Smallville, die Rolle der Alura, ohne jemals Astra zu spielen. In „Fort Rozz“ (3x11), am 22. Januar 2018 in den USA ausgestrahlt, spielt Sarah Douglas, die Ursa aus Superman (1978) und Superman II, die Priesterin Jindah Kol Rozz: eine Anspielung auf die Superman-Filme statt einer Rückkehr Astras.

FAQ — Häufige Fragen

Wer spielt Astra in der Serie Supergirl?

Es ist Laura Benanti, die ursprünglich für die Rolle von Karas Mutter engagiert wurde. Am Ende spielt sie beide Rollen, Astra und ihre Zwillingsschwester Alura. Erica Durance übernimmt Alura in Staffel 3, aber Benanti bleibt die einzige Darstellerin von Astra.

Ist Astra die Tante von Superman?

Nein, nur die von Kara. Als Zwillingsschwester von Alura ist sie mit Kal-El nicht blutsverwandt. Andrew Kreisberg hat daran erinnert, dass ihre Glyphe nicht die des Hauses El ist, in das von den beiden Zwillingsschwestern nur Alura eingeheiratet hat.

Gibt es Astra In-Ze in den DC-Comics?

Nicht vor der Serie: Die Figur wurde 2015 für Supergirl erschaffen. Danach wird sie nur in einem digitalen Comic zur Serie erwähnt, Adventures of Supergirl #6, erschienen im April 2016.

In welcher Folge stirbt Astra, und wer tötet sie?

In „For the Girl Who Has Everything“ (1x13), am 8. Februar 2016 in den USA ausgestrahlt, in der französischen Fassung „Un monde parfait“. Alex Danvers sticht sie mit einem Kryptonitschwert nieder. J'onn schreibt sich die Tat zu, und Alex gesteht Kara die Wahrheit erst in 1x15.

Sind die Gefangenen von Fort Rozz wirklich entflohen?

Nicht im Sinne einer geplanten Flucht. Ihr Gefängnis, von Karas Kapsel aus der Phantomzone gerissen, stürzte auf der Erde ab und befreite sie. Astra befehligt nur einen Teil von ihnen.

Tritt Astra in der Serie gegen Superman an?

Keine Folge stellt die beiden einander gegenüber. Tyler Hoechlin zieht das Kostüm erst in Staffel 2 an, lange nach dem Tod der Generalin. Superman begegnet nur ihrem Erbe, als Myriad in 1x19 die Kontrolle über seinen Geist übernimmt.

Wurde Non für Supergirl erschaffen?

Ganz und gar nicht. Er stammt aus dem Film Superman von 1978, in dem er der stumme Komplize von Zod ist, und kommt dann mit Action Comics #845, Coverdatum Januar 2007, in die Comics. Seine Ehe mit Astra dagegen gibt es nur in der Serie.

Fazit

Astra In-Ze stirbt bereits in der dreizehnten Folge von Staffel 1, doch sie schenkt der Serie Supergirl ihre erste große Gegenspielerin: eine Tante mit dem Gesicht einer Mutter, eine Generalin, die bereit ist, das Gesetz zu brechen, um Krypton zu retten, und die Anführerin einer Truppe aus einem vom Himmel gefallenen Gefängnis. Selbst tot wirkt sie durch Myriad bis ans Ende der Staffel nach.

Wenn du weiterlesen willst, folge der Nichte: Die Geschichte von Kara Zor-El und was sie von Kal-El unterscheidet, knüpfen dort an, wo die Geschichte der Generalin In-Ze endet.

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