Bud Collyer, die Stimme von Superman in der Radioserie, lächelnd an seinem Schreibtisch auf einem Foto von 1953

Superman im Radio: die Serie von 1940, in der Kryptonit, Jimmy Olsen und Perry White entstehen

Superman-Serien
Radioserie Bud Collyer 1940er-Jahre ⏱ 12 Min. Lesezeit

Alles über Superman im Radio: von der Serie, die am 12. Februar 1940 in New York startet, bis zu ihrer letzten Sendung am 1. März 1951, nach mehr als 2000 Folgen. Fast zehn Jahre lang leiht Bud Collyer dem Helden dort zwei Stimmen: eine für Clark Kent, eine andere für Superman. Im Radio wird Perry White geboren, dort bekommt Jimmy Olsen seinen Namen, und dort hat 1943 auch das Kryptonit seinen ersten Auftritt. Du erfährst, was das Radio erfunden hat, was es in den Comics schon gab und warum man bei manchen berühmten Anekdoten etwas vorsichtig sein sollte.

Superman im Radio: eine Serie, die am 12. Februar 1940 startet

Am 12. Februar 1940, weniger als zwei Jahre nach seinem ersten Auftritt in Action Comics #1, wechselt Superman aus den Comicpanels ans Mikrofon. Die Serie startet bei WOR, einem New Yorker Sender, ohne einem landesweiten Sendernetz anzugehören: Die Folgen werden auf Schallplatten gepresst und dann an rund zehn Sender verschickt, die sie ausstrahlen. Jede Folge dauert fünfzehn Minuten, gesendet werden drei pro Woche. Der erste Sponsor verkauft Haferflocken, und zwar die der Marke Hecker's H-O.

Die Idee stammt von zwei Männern aus dem Umfeld von DC: Allen Ducovny, dem Pressesprecher des Verlags, und Robert Joffe Maxwell, einem früheren Autor von Pulp-Geschichten. Sie adaptieren den Helden von Jerry Siegel und Joe Shuster für ein junges Publikum, das am späten Nachmittag nach der Schule Radio hört. Die Rechnung geht elf Jahre lang auf. Im August 1942 übernimmt das Sendernetz Mutual das Programm und strahlt es an fünf Tagen pro Woche aus. Danach werden die Pep-Cerealien von Kellogg's zum festen Sponsor. Nach der Umstellung auf halbstündige Folgen im Jahr 1949 und dem anschließenden Wechsel zum Sendernetz ABC läuft die letzte Sendung am 1. März 1951.

Das Wichtigste

  • Titel: The Adventures of Superman, US-amerikanische Radioserie
  • Erstausstrahlung: 12. Februar 1940, bei WOR (New York)
  • Sender: Syndication (1940-1942), Mutual (1942-1949), ABC (1949-1951)
  • Letzte Ausstrahlung: 1. März 1951
  • Folgen: mehr als 2000, ohne Wiederholungen
  • Stimme von Superman: Bud Collyer (1940-1950), dann Michael Fitzmaurice (1950-1951)

Krypton auf der anderen Seite der Sonne: die Herkunft, wie das Radio sie erzählt

Die erste Folge, „The Baby from Krypton“, lässt den erwachsenen Helden noch nicht zu Wort kommen. Sie erzählt vom Ende von Krypton. Der Wissenschaftler Jor-L, so die damalige Schreibweise, verkündet, dass der Planet dem Untergang geweiht ist, doch niemand glaubt ihm. Er hat nur noch Zeit, eine kleine Rakete zu bauen. Zusammen mit seiner Frau Lara legt er ihr Baby kurz vor der Explosion hinein. In dieser Folge leiht Agnes Moorehead Lara ihre Stimme.

Danach entfernt sich das Radio von den Comics. In der Serie liegt Krypton in unserem Sonnensystem, auf der anderen Seite der Sonne, und nicht in einem fernen System. Vor allem wächst das Kind während der Reise heran: In der zweiten Folge steigt der Held als erwachsener Mann aus seiner Rakete. Er wird also nicht von den Kents großgezogen. Es sind die ersten Erdbewohner, denen er begegnet, die ihm den Namen Clark Kent vorschlagen, bevor er sich bei einer großen Zeitung auf Arbeitssuche macht.

Schließlich nähert sich die Serie der gezeichneten Fassung an. Als Mutual das Programm am 31. August 1942 neu startet, erzählt sie in zwei Folgen eine neue Entstehungsgeschichte: „Superman Comes to Earth“, dann „Eben Kent Dies in Fire, Clark Goes to Metropolis“. Im Radio heißt Clarks Adoptivvater also Eben Kent; nach dessen Tod zieht Clark nach Metropolis.

Bud Collyer, eine Stimme für Clark Kent und eine andere für Superman

Für die Doppelrolle wählt die Produktion Clayton „Bud“ Collyer, einen bereits viel beschäftigten New Yorker Radioschauspieler. Im Radio sieht man nichts: Alles läuft über die Stimme. Collyer gibt Clark Kent deshalb eine höhere Tonlage und Superman eine tiefe Stimme. Wenn du dir eine Folge anhörst, hörst du den Wechsel mitten in einem berühmt gewordenen Satz: „This looks like a job… for Superman!“ Collyer erklärte, er spiele Clark etwas höher, um sich Spielraum zu lassen, bevor er „Up, up and away!“ ruft, den Schrei, der im Radio den Abflug des Helden begleitet.

Jahrelang fehlt sein Name in den Credits der Sendung. Collyer tritt erst 1946 aus der Anonymität, als er in der Presse für einen Handlungsbogen der Serie wirbt, der sich der Toleranz widmet. Er bleibt die Stimme des Helden bis zum 21. Januar 1950. Ab dem 5. Juni 1950 ersetzt ihn Michael Fitzmaurice in den letzten Folgen, die bei ABC laufen.

Collyers Stimme reicht bald über das Radio hinaus. Schon 1941 spricht er Superman auch in den Zeichentrickfilmen der Fleischer Studios, an der Seite von Joan Alexander, der Lois Lane der Radioserie. Die beiden Sprecher übernehmen ihre Rollen 1966 erneut in der Zeichentrickserie The New Adventures of Superman, die in jenem Jahr in den USA startet. Bud Collyer stirbt am 8. September 1969, und sein Name bleibt mit der Rolle verbunden, neben den Namen der Schauspieler, die Superman vor der Kamera gespielt haben.

Perry White, am 14. Februar 1940 im Radio geboren

Die zweite Folge, „Clark Kent, Reporter“, ausgestrahlt am 14. Februar 1940, bringt eine Figur ins Spiel, die in den Comics noch fehlt: Perry White. Clark kommt auf Arbeitssuche zum Daily Planet, und der Chefredakteur zeigt sich wenig interessiert. Schließlich überträgt er ihm aber probeweise eine Reportage über einen mysteriösen „Wolfe“, der die Eisenbahn bedroht. Das ist der Ausgangspunkt des ersten großen Handlungsbogens der Serie. Der Schauspieler Julian Noa leiht Perry White seine Stimme.

In den Comics hat Clark zunächst einen anderen Chef. Seit 1938 arbeitet er beim Daily Star, den George Taylor leitet. Der Name Daily Planet taucht in Action Comics #23 mit Coverdatum April 1940 auf, als Taylor die Zeitung noch leitet. Perry White hält erst mit Superman #7, Coverdatum November-Dezember 1940, Einzug in die Hefte von DC, aus der Feder von Jerry Siegel, und löst dort George Taylor an der Spitze der Redaktion ab.

Die Serie etabliert auch Lois Lane, die seit 1938 in den Comics vorkommt. Im Radio tritt sie in der siebten Folge auf, am 26. Februar 1940, und empfängt den neuen Kollegen kühl. Mehrere Schauspielerinnen übernehmen nacheinander die Rolle: Rolly Bester und Helen Choate in den ersten Monaten, dann Joan Alexander, die sie bis zum Schluss behält.

Jimmy Olsen: Am 15. April 1940 gibt ihm das Radio einen Namen

Am 15. April 1940 startet die Serie einen neuen Handlungsbogen, „Donelli's Protection Racket“. Ein Laufbursche des Daily Planet bittet Clark Kent um Hilfe, weil der Süßwarenladen seiner Mutter von Schutzgelderpressern heimgesucht wird. Dieser Junge heißt Jimmy Olsen, und zum ersten Mal fällt dieser Name, im Radio wie anderswo. Jackie Kelk leiht ihm jahrelang seine Stimme, dann übernimmt Jack Grimes, zu einem Zeitpunkt, der je nach Quelle variiert, zwischen 1947 und dem Neustart von 1950.

Ganz bei null fängt das Radio allerdings nicht an. In den Comics taucht schon in Action Comics #6 mit Coverdatum November 1938 ein namenloser Bürojunge auf, in einer Geschichte, in der sich ein Betrüger als Supermans Impresario ausgibt. DC hat diesen jungen Angestellten später als ersten Auftritt von Jimmy gewertet, auch wenn er dort keinen Namen trägt und manche Autoren in ihm eine andere Figur sehen. Es ist also das Radio, das ihm eine Identität gibt. Die Comics geben ihm seinen Vornamen Jimmy erst mit Superman #13, Coverdatum November-Dezember 1941, in „Superman versus the Archer“, und seinen Nachnamen Olsen erst mit Superman #15, Coverdatum März-April 1942.

Danach gewinnt die Figur am Mikrofon an Tiefe. 1946 leitet Jimmy sogar eine Baseballmannschaft aus dem Viertel, das Team von Unity House, das im Mittelpunkt des Radio-Handlungsbogens gegen den „Clan of the Fiery Cross“ steht.

Kryptonit taucht im Juni 1943 im Radio auf

Supermans große Schwäche kommt nicht mit dem Start der Serie, sondern erst drei Jahre später. Am 3. Juni 1943 beginnt die Sendung einen Handlungsbogen aus sieben Folgen, „The Meteor from Krypton“. Wie der Titel ankündigt, stürzt ein Meteor vom Heimatplaneten des Helden auf die Erde. Das Erz trägt einen Namen, dem eine große Zukunft bevorsteht: Kryptonit. In den Comics wird es den Stein später in Grün, Rot oder Gold geben, mit je nach Farbe unterschiedlichen Wirkungen.

Die Idee eines Erzes von Krypton gab es bei DC allerdings schon seit 1940. In jenem Jahr schreibt Jerry Siegel eine titellose Geschichte, die seither unter dem Namen „The K-Metal from Krypton“ bekannt ist: Darin raubt ein Metall von Supermans Heimatplaneten dem Helden die Kräfte, und Lois entdeckt, dass Clark und Superman ein und dieselbe Person sind. DC bringt sie nicht heraus, und so bleibt die Geschichte damals unveröffentlicht. Für das Publikum der 1940er-Jahre entsteht das Kryptonit also tatsächlich im Radio.

Die Comics warten noch sechs Jahre. Das Kryptonit hält mit Superman #61, Coverdatum November-Dezember 1949, Einzug in ihre Seiten, in „Superman Returns to Krypton!“, geschrieben von Bill Finger und gezeichnet von Al Plastino. Der Stein aus dem Radio wird damit zu einer wiederkehrenden Waffe von Supermans Feinden, auf dem Papier wie auf dem Bildschirm.

Was im Radio entsteht und wann die Comics es übernehmen
Element Vor dem Radio Im Radio In den Comics
Perry White Clark arbeitet beim Daily Star von George Taylor (1938) 14. Februar 1940, Stimme von Julian Noa Superman #7 (November-Dezember 1940)
Jimmy Olsen ein namenloser Bürojunge, Action Comics #6 (November 1938) 15. April 1940, Laufbursche des Daily Planet Vorname Jimmy in Superman #13 (November-Dezember 1941), Nachname Olsen in #15 (März-April 1942)
Kryptonit das „K-Metal“, ein 1940 geschriebenes und unveröffentlicht gebliebenes Skript von Jerry Siegel 3. Juni 1943, „The Meteor from Krypton“ Superman #61 (November-Dezember 1949)
Inspektor Henderson keine Spur Polizist und Verbündeter von Superman, in den 1940er-Jahren 1974

Kryptonit, erfunden für Bud Collyers Urlaub?

Eine Anekdote taucht immer wieder auf: Das Kryptonit sei erfunden worden, damit Bud Collyer Urlaub machen könne. Der Redakteur Julius Schwartz hat sie in seinen Memoiren erzählt. Die Erklärung klingt logisch, denn die Serie bringt keine Wiederholungen: Für jeden Sendetag braucht es eine neue Folge. Ein vom Stein niedergestreckter Superman, der nur noch stöhnt, kann dann den anderen Figuren das Rampenlicht überlassen, und für das Ächzen genügt ein Ersatzsprecher.

Der Historiker Michael J. Hayde, Autor von Flights of Fantasy (2009), einem Buch über den Superman aus Radio und Fernsehen, bestreitet diese Version. Für ihn dient der Handlungsbogen von 1943 vor allem dazu, Superman seine Herkunft entdecken zu lassen. Belegt ist hingegen, wie die Serie den Stein danach einsetzt: Wenn Collyer pausieren muss, bleibt Superman außer Gefecht, während andere die Handlung tragen. Ab 1945 leisten oft Batman und Robin diesen Dienst.

Der Stein inspiriert die Radioautoren jedenfalls jahrelang. Von September 1945 bis Januar 1946 dreht sich eine Reihe von Handlungen um ein gestohlenes Stück Kryptonit, das dann unter mehreren Feinden des Helden aufgeteilt wird. 1947 erstreckt sich allein der Handlungsbogen „Superman vs. Kryptonite“ über 33 Folgen.

1945: Batman, Robin und der Atom Man stoßen zur Serie

1945 bringt die Serie Superman mit dem Duo aus Gotham zusammen. Die Begegnung findet in „The Mystery of the Waxmen“ statt, ausgestrahlt vom 28. Februar bis zum 15. März 1945: Anfang März trifft Superman zuerst auf Robin, dann auf Batman. Nur zwei Folgen dieses Handlungsbogens sind erhalten. Einige ältere Chroniken datieren die erste Zusammenarbeit auf den 10. September 1945, doch die Episodenlisten verorten die Begegnung eindeutig Anfang März.

Batman wechselt im Lauf der Jahre mehrmals die Stimme, mit Stacy Harris, Matt Crowley und Gary Merrill, während Ronald Liss stets Robin spielt. In „Looking for Kryptonite“, ausgestrahlt von Dezember 1945 bis Januar 1946, enthüllt Clark gegenüber Bruce Wayne sogar seine Identität. Die Comics werden Jahre brauchen, um aus den beiden Helden ein echtes Gespann zu machen: Ihre Allianz nimmt zuerst im Radio Gestalt an.

Im selben Jahr erfindet die Serie einen Gegner, der wie geschaffen für das Kryptonit ist: den Atom Man. In dem im Herbst 1945 ausgestrahlten Handlungsbogen erhält ein junger Nazi Injektionen mit flüssigem Kryptonit, um gegen Superman anzutreten. Mason Adams leiht ihm seine Stimme. Der Name taucht 1950 in den amerikanischen Kinos wieder auf, mit dem Serial Atom Man vs. Superman, doch dort ist der Atom Man Luthor, als Gegenspieler von Kirk Alyn.

Superman im Radio gegen den Clan of the Fiery Cross, 1946

Nach dem Krieg bekennt sich die Serie offen zu einer Botschaft. Im Frühjahr 1946 nimmt sich der Handlungsbogen „The Hate Mongers' Organization“ die rassistische und religiöse Intoleranz vor. Dann, ab dem 10. Juni 1946, stellen sechzehn Folgen Superman dem „Clan of the Fiery Cross“ gegenüber, einer Organisation nach dem Vorbild des Ku-Klux-Klans. Die Geschichte begleitet eine Familie chinesischer Herkunft, die Lees. Der junge Tommy Lee wird Pitcher der Baseballmannschaft von Unity House, die Jimmy Olsen leitet, und der Junge, den er ersetzt, Chuck Riggs, ist der Neffe des Clan-Anführers. Die Drohungen gegen die Familie Lee zwingen Superman zum Eingreifen.

Um diesen Handlungsbogen hat sich eine oft erzählte Geschichte gebildet. Der Aktivist Stetson Kennedy, der den Klan unterwandert hatte, behauptete, er habe den Produzenten die Idee eingeflüstert und ihnen Geheimnisse verraten, darunter Passwörter. Laut dem Journalisten Rick Bowers hatten die Autoren ihrerseits die Anti-Defamation League konsultiert, eine Organisation gegen Antisemitismus, um neue Gegner für Superman zu finden. Bowers, der sich die Aufnahmen selbst angehört hat, findet darin nicht die geheimen Passwörter, von denen die Legende spricht, und der Historiker Michael J. Hayde entdeckt nur eine einzige Sequenz, die als typisch für den Klan durchgehen könnte. Supermans Kampf gegen den Clan dagegen wurde tatsächlich ausgestrahlt.

Der Handlungsbogen hat im Comic ein zweites Leben gefunden. Von Oktober 2019 bis Februar 2020 machen Gene Luen Yang für den Text und Gurihiru für die Zeichnungen daraus eine freie Adaption in drei Heften, Superman Smashes the Klan, die in Frankreich unter dem Titel Superman écrase le Klan erschienen ist.

Von den Zeichentrickfilmen bis zu George Reeves: das Erbe der Radioserie

Die Radioserie speist schon bald die anderen Medien. Die Fleischer-Zeichentrickfilme, die ab 1941 in den USA in die Kinos kommen, übernehmen die Stimmen von Bud Collyer und Joan Alexander. Die Serials der Columbia, die 1948 und 1950 in den USA anlaufen, mit Kirk Alyn und Noel Neill, werden als Adaptionen der Radiosendung präsentiert. 1952 startet in den USA die Fernsehserie Adventures of Superman mit George Reeves, unter der Leitung von Robert Maxwell, einem der Produzenten der Radioserie. Perry White, Jimmy Olsen und Inspektor Henderson nehmen darin einen wichtigen Platz ein.

Inspektor Henderson macht den zeitlichen Abstand zwischen den Medien deutlich. Am Mikrofon geboren, muss dieser mit Superman verbündete Polizist bis 1974 warten, bevor er in die Comics kommt. Die Serie hat auch Klänge hinterlassen. Jackson Beck wird 1943 ihr Erzähler; etwa im September 1945 beginnt ihr Intro mit „Faster than a speeding bullet! More powerful than a locomotive!“, vor den Rufen „It's a bird! It's a plane! It's Superman!“. Eine Version dieser Rufe ist schon in der ersten Folge im Februar 1940 zu hören und findet sich bereits auf den Demo-Platten von 1939, auch wenn eine andere Darstellung ihren Ursprung den Fleischer-Zeichentrickfilmen zuschreibt. Und das Rauschen von Supermans Flug soll aus einer Mischung des Geräuschs einer Artilleriegranate mit dem eines Windkanals entstanden sein.

FAQ — Häufige Fragen

Wann wurde die Superman-Radioserie ausgestrahlt?

Die Serie startet am 12. Februar 1940 bei WOR in New York, in Syndication. Mutual übernimmt sie im August 1942, dann ABC im Herbst 1949. Die letzte Sendung läuft am 1. März 1951, nach mehr als 2000 Folgen.

Wer sprach Superman im Radio?

Bud Collyer, der zugleich Clark Kent und Superman spielt und dabei mitten im selben Satz die Stimmlage wechselt. Er behält die Rolle bis zum 21. Januar 1950. Michael Fitzmaurice ersetzt ihn von Juni 1950 bis März 1951.

Wurde das Kryptonit für das Radio erfunden?

Ja. Es taucht im Juni 1943 im Radio auf, in „The Meteor from Krypton“. Ein 1940 geschriebenes Skript von Jerry Siegel sah bereits ein „K-Metal“ vor, doch DC hat es nicht veröffentlicht. Die Comics übernehmen das Kryptonit in Superman #61, Coverdatum November-Dezember 1949.

Stammt Jimmy Olsen aus dem Radio?

Sein Name schon: Das Radio stellt ihn am 15. April 1940 als Laufburschen des Daily Planet vor. Doch ein namenloser Bürojunge, der im Nachhinein als Jimmy gilt, taucht in den Comics schon im November 1938 auf. Die Comics geben ihm seinen Vornamen erst Ende 1941 und seinen Nachnamen Olsen erst 1942.

Wurde Perry White für das Radio erfunden?

Ja. Er tritt in der zweiten Folge auf, ausgestrahlt am 14. Februar 1940, mit der Stimme von Julian Noa. Die Comics übernehmen ihn in Superman #7, Coverdatum November-Dezember 1940, wo er George Taylor an der Spitze der Zeitung ablöst.

Hat Superman im Radio gegen den Ku-Klux-Klan gekämpft?

Ja, im Juni und Juli 1946, gegen den „Clan of the Fiery Cross“, eine Gruppe nach dem Vorbild des Klans, in sechzehn Folgen. Die Rolle, die Stetson Kennedy zugeschrieben wird, und die angeblich im Radio verlesenen geheimen Passwörter gehören dagegen zu Erzählungen, die Rick Bowers und Michael J. Hayde relativiert haben.

Wann taucht Batman in der Superman-Radioserie auf?

1945. Die erste Begegnung findet Anfang März statt, in „The Mystery of the Waxmen“, von dem nur zwei Folgen erhalten sind. Batman und Robin kehren danach mehrmals zurück, oft dann, wenn Superman außer Gefecht ist.

Kann man die Superman-Radioserie heute noch hören?

Teilweise, ja: Mehr als tausend Folgen kursieren noch als Aufnahmen, etwas mehr als die Hälfte aller Folgen. Die zwischen Ende August 1942 und Anfang September 1945 ausgestrahlten Geschichten sind dagegen ganz oder teilweise verloren.

Fazit

In elf Jahren auf Sendung, von Februar 1940 bis März 1951, hat die Serie Superman eine Stimme gegeben, die von Bud Collyer, und ein ganzes Umfeld. Perry White wird dort am 14. Februar 1940 geboren, Jimmy Olsen bekommt dort am 15. April 1940 seinen Namen, und das Kryptonit hat dort im Juni 1943 seinen ersten Auftritt, bevor es in die Comics übergeht.

Nach dem Radio übernehmen Zeichentrickfilme, Serials und das Fernsehen. Wenn du dem Mann aus Stahl von einem Bildschirm zum nächsten folgen willst, erzählen die Superman-Serien die Geschichte bis heute weiter.

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