Ned Beatty als Otis, Strohhut und grauer Anzug, in Lex Luthors Bibliothek (Superman, 1978)

Otis (Superman): Lex Luthors Handlanger aus den Filmen von 1978 und 1980

Superman-Filme
Filme 1978-1980 Ned Beatty Lex Luthor ⏱ 10 Min. Lesezeit

Alles zu Otis (Superman), Lex Luthors Handlanger, fürs Kino erfunden. Ned Beatty spielt ihn in Superman, am 15. Dezember 1978 in den Vereinigten Staaten, und in Superman II, am 9. Dezember 1980 in Frankreich — in den Vereinigten Staaten kommt diese Fortsetzung erst am 19. Juni 1981. Du siehst, was die zwei Filme zeigen, was Otis nicht ist, und warum Otis Graves in der Serie Supergirl denselben Vornamen trägt, ohne derselbe Mann zu sein.

Otis Superman: ein Komparse, erfunden für 1978

Otis existiert in keinem Superman-Comic vor dem Dreh von Richard Donners Film. Die Autoren Mario Puzo, David Newman, Leslie Newman und Robert Benton fügen ihn hinzu, damit Lex Luthor einen Angestellten hat, der sich irrt, stolpert und angeschrien wird. Ned Beatty bekommt die Rolle. Jackie Cooper hatte zuerst für Otis vorgesprochen: Donner nimmt ihn schließlich als Perry White, Chefredakteur des Daily Planet.

Der Film startet in den Vereinigten Staaten am 15. Dezember 1978. In Frankreich datieren Cinémathèque und BnF den Kinostart auf den 31. Januar 1979. Otis ist dort schon Gene Hackmans Kontrastfigur, kein Gegner von Clark. Er hat keine Kräfte und keinen eigenen Plan: er führt aus, und er irrt sich. Das ist alles, was die Handlung von ihm verlangt, und es reicht, um in Erinnerung zu bleiben.

Das Wichtigste

  • Erschaffung: Superman (1978), Richard Donner
  • Darsteller: Ned Beatty
  • Arbeitgeber: Lex Luthor (Gene Hackman)
  • Fortsetzung: Superman II (1980 in Europa, 1981 in den Vereinigten Staaten)
  • Fehlt in: Superman III, Superman IV, Superman 2025

In Superman 1978: die Rakete, der Unterschlupf, die Festnahme

In Superman von 1978 bereitet Luthor einen Schuss mit zwei Raketen vor, um die amerikanische Westküste zu kippen und Wüstengrundstücke aufzuwerten. Otis übernimmt die Steuerung: eine der beiden Waffen weicht nach Hackensack, New Jersey, ab. Luthor weist ihn zurecht. Das ist kein Geniestreich von Otis, das ist ein Patzer, und die Handlung nutzt ihn später: Eve Teschmacher, deren Mutter in Hackensack wohnt, wird Superman befreien, damit die östliche Rakete gestoppt wird.

Otis begleitet Luthor und Eve, als sie den kryptonischen Meteoriten holen und als sie Superman im Unterschlupf einsperren. Er erfindet nichts davon. Am Ende liefert Superman Luthor und Otis aus. Der Film gibt ihm keine Abschiedszeile, keinen Tod, keine Kehrtwende. Er geht in Handschellen, wie der Mann, der ihn beschäftigt.

Das Trio im Bahnhof: Otis, Eve und Lex Luthor

Otis ist unter der Erde nicht allein. Der Film setzt ihn in ein komisches Dreieck mit Eve und Gene Hackman. Luthor denkt, Eve zweifelt, Otis führt schief aus. Die drei teilen dasselbe Dekor — den umgebauten Bahnhof, die Karten, die Raketen — aber nicht dieselbe Rolle. Eve hat ein Motiv (ihre Mutter) und eine Entscheidung (Superman loszubinden). Otis hat keines von beiden. Er bleibt der Angestellte.

Dieses Trio hat nichts mit LexCorp aus den Comics zu tun und nichts mit dem Glasturm späterer Filme. 1978 wohnt Luthor unter Metropolis, nicht oben. Otis fährt mit dem Taxi hinunter, verläuft sich, wird angeschrien. Wenn du die wirksame Leibwächterin suchst, ist er das nicht: Mercy Graves entsteht 1996 in der Zeichentrickserie, achtzehn Jahre später, und sie kann kämpfen.

In Superman II: das Gefängnis, Zod, die Festung

Superman II startet zuerst außerhalb der Vereinigten Staaten: Australien am 4. Dezember 1980, Frankreich am 9. Dezember 1980. Das amerikanische Publikum sieht ihn am 19. Juni 1981. «1980» gilt für die erste Auswertung, nicht für Hollywood. Ned Beatty spielt Otis wieder. Richard Lester ist der genannte Regisseur; ein Teil des Materials kommt noch von Donner.

Otis verlässt das Gefängnis mit Luthor. Sie kreuzen General Zod, Ursa und Non, dann erreichen sie die Festung. Otis hat dort keinen Arc: er folgt, er trägt, er steckt die Schläge ein. Der Film tötet ihn nicht und bekehrt ihn nicht. Nach dieser Fortsetzung steht Beatty nicht mehr im Abspann. Superman III und Superman IV kommen ohne ihn aus. James Gunns Film 2025 auch nicht: kein Otis ist dort belegt. Lois Lane hat in diesen zwei Filmen keine Szene mit ihm: Otis bleibt in der Höhle und im Gefängnis, nicht beim Daily Planet.

Otis in den Comics, nach den Filmen

Otis kommt zuerst über die Filmadaptionen in die Hefte: All New Collectors' Edition #C-62, datiert März 1979, dann DC Special Series #25, datiert Sommer 1981. Die GCD datiert seine erste Comics-Geschichte auf Superman Returns Prequel #3, Cover August 2006, Verkauf am 21. Juni 2006: ein Rückblick, in dem er manchmal nicht einmal genannt wird. In der Hauptkontinuität macht Forever Evil #2, Cover Oktober 2013, ihn zu einem unbeholfenen Sicherheitsmann von Lex, gleicher Vorname.

Manche Fan-Datenbanken geben ihm den Nachnamen Berg. Die GCD-Figurendatei bleibt bei «Otis». Deshalb schreiben wir «Otis Berg» nicht als sicheren Personenstand. In den Comics Smallville Season 11 setzt Bryan Q. Miller einen Otis zu Lex: eine andere Kontinuität, ein Satz, keine Biografie. Nichts davon geht dem Film von 1978 voraus. Otis geht von der Leinwand auf die Seite, nicht umgekehrt.

Otis Graves, in Supergirl: derselbe Vorname, ein anderer Mann

Staffel 4 von Supergirl, 2018, führt Otis Graves ein, gespielt von Robert Baker. Deadline beschreibt ihn im Juli 2018 als rechte Hand seiner Schwester Mercy Graves (Rhona Mitra), fähig, Außerirdische aufzuspüren und zu töten. DC.com veröffentlicht die Fotos mit dem Hinweis «THAT Otis»: ein Augenzwinkern an den Komparsen von Beatty, keine Fortsetzung. PopCulture nennt ihn bedrohlicher, weniger komisch.

Otis Graves ist nicht der Angestellte im Bahnhof. Er wohnt nicht unter Metropolis. Er dient nicht Hackman. Er kommt nach National City, während Lex im Gefängnis sitzt, in einer Serie, die vierzig Jahre später gedreht wird. Klickst du zu Mercy Graves, bleibst du bei der Leibwächterin. Bleibst du hier, bleibst du bei Beatty. Die zwei Seiten erzählen nicht denselben Mann.

Was die zwei Filme ihm nicht geben

Otis hat keine Ursprungsszene. Man sieht nicht, wo Luthor ihn angeworben hat, noch ob er eine Familie hat. Man gibt ihm auf der Leinwand keinen Nachnamen. Man sieht ihn weder in Superman III noch in Superman IV noch im Film von 2025. Die Sätze, die man ihm aus dem Gedächtnis zuschreibt — die U-Bahn, eine Siedlung mit seinem Namen — werden hier nicht abgeschrieben: ohne Drehbuch aus zwei Quellen paraphrasieren wir. Luthor fährt ihn an. Otis gehorcht. Das ist die Tatsache.

Christopher Reeve hat kein Duo mit ihm: Superman nimmt ihn fest, er bekehrt ihn nicht. Die Sehreihenfolge der vier Reeve-Filme setzt Otis nur in die ersten zwei. Gehst du weiter zu III, wechselst du den Gegner: Ross Webster und Gus Gorman ersetzen Luthor und Otis.

Im Shop: Luthors Lager, nicht Otis' Gesicht

Kein Produkt im Shop zeigt Ned Beatty. Die Artikel, die dieser Seite am nächsten kommen, gehören zum Film von 1978 — Reeves Kostüm, das Logo der Zeit — und eine Lex-Luthor-Figur aus dem Film von 2025, die weder Hackman noch Otis ist. Die Begleittexte sagen das. Wir verkaufen dir keinen Otis aus Plastik.

Wenn du das Dekor von Metropolis willst und nicht die Höhle, bleibt ein Skyline-T-Shirt oder ein «Kino»-Poster auf der Filmseite, nicht auf der des Komparsen. Otis ist eine Rolle von wenigen Szenen. Die Seite behandelt ihn so: genug, um ihn zu nennen, nicht genug, um ihn zum Pfeiler zu machen. Der Pfeiler bleibt hier Luthor, und Luthor hat schon seine Artikel.

FAQ — Häufige Fragen

Taucht Otis in den Comics vor dem Film von 1978 auf?

Nein. Die GCD datiert ihn auf den Film von 1978. Die ersten Papierseiten sind Adaptionen (1979, 1981). Seine erste Comics-Geschichte ist ein Rückblick in Superman Returns Prequel #3, 2006.

Ist Otis 1980 in den Vereinigten Staaten in Superman II?

Ned Beatty ist dabei. Der Film startet in Frankreich am 9. Dezember 1980 und in den Vereinigten Staaten am 19. Juni 1981. 1980 ist der erste Start, nicht das amerikanische Datum.

Stirbt Otis in Superman oder in Superman II?

In keinem von beiden. 1978 liefert Superman ihn mit Luthor aus. 1980-1981 verlässt er das Gefängnis und folgt Luthor zur Festung. Der Film tötet ihn nicht.

Ist Otis Graves dieselbe Figur?

Nein. Otis Graves, 2018 von Robert Baker in Supergirl gespielt, ist der Bruder von Mercy Graves. Der Vorname ist ein Augenzwinkern. Der Mann ist nicht Beattys Angestellter.

Taucht Otis in Superman III oder in Superman 2025 auf?

Nein. Beatty hört bei Superman II auf. Kein Otis-Auftritt ist in James Gunns Film belegt.

Wer hat zuerst für Otis vorgesprochen?

Jackie Cooper. Donner nimmt ihn als Perry White. Ned Beatty wird Otis.

Hat Otis in den Filmen einen Nachnamen?

Die zwei Filme sagen Otis, sonst nichts. «Berg» kursiert in Fan-Datenbanken. Die GCD bleibt beim Vornamen.

Fazit

Otis ist ein Film-Angestellter. Donner und Beatty erfinden ihn 1978, Lester behält ihn 1980-1981, dann endet die Rolle. Er lenkt eine Rakete um, wird festgenommen, folgt Luthor aus dem Gefängnis. Er hat keine Macht, keinen Plan, keinen Tod auf der Leinwand.

Wenn du Luthor, Eve, Mercy oder die Filmliste suchst, gibt es diese Seiten schon. Diese bleibt beim Mann im Bahnhof und lässt Otis Graves der Serie Supergirl.

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