Granny Goodness: das Waisenhaus von Apokolips und die Female Furies
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Alles über Granny Goodness, die Matrone von Apokolips, die fast nie selbst zuschlägt. Ihre Waffe ist eine Institution: ein Waisenhaus, in dem Kinder, die man ihren Eltern entrissen hat, als Soldaten wieder herauskommen, bereit, für Darkseid zu sterben. Aus dieser Fabrik gehen die Female Furies hervor, aber auch ihre zwei auffälligsten Fehlschläge, Big Barda und Mister Miracle. Sie erfahren, woher die Figur stammt und warum bei ihr alles auf diesen einen Ort zurückführt.
📋 Inhalt
- Granny Goodness: Wer ist die Matrone von Apokolips?
- Das Waisenhaus von Apokolips, die wahre Waffe von Granny Goodness
- Von den Hounds zum Hund Mercy: Wie Granny Goodness geformt wurde
- Die Female Furies, ein Kommando aus dem Waisenhaus
- Big Barda, die bekannteste Überläuferin des Waisenhauses
- Scott Free: das Kind, dem Granny Goodness den Namen gab
- Granny Goodness gegen Superman: der Fall Kara Zor-El
- Granny Goodness auf dem Bildschirm: Ed Asner, Smallville und die neueren Fassungen
- Ihr Tod von 2008 und die Rückkehr in den Comics
- FAQ — Häufige Fragen
- Fazit
Granny Goodness: Wer ist die Matrone von Apokolips?
Granny Goodness betritt die Comics 1971, erschaffen von Jack Kirby. Ihr erster Auftritt ist Mister Miracle Vol. 1 #2, mit dem Coverdatum Mai-Juni 1971, im Verkauf ab dem 16. März 1971, in einer Geschichte mit dem Titel „X-Pit!“. Schon auf dieser Seite schlägt die Figur nicht zu: sie befiehlt. Granny leitet das Waisenhaus und Ausbildungslager von Apokolips und setzt ihre Agenten, darunter eine Maschine namens Overlord, auf einen entflohenen Zögling an.
Sie hat keinen bürgerlichen Namen: DC gibt ihr keinen Familiennamen, und Darkseid nennt sie „Goodness“. Sie ist nicht in der Elite geboren, sondern bei den Lowlies, der unterdrückten Bauernklasse von Apokolips. Wie jeder New God verfügt sie über Kraft, Ausdauer und Langlebigkeit, die für einen Menschen unerreichbar sind; ihr DC-Profil hebt vor allem die gesteigerte Kraft, die Beweglichkeit, das taktische Geschick und die emotionale Manipulation hervor.
Das Wichtigste
- Echter Name: keiner. DC gibt ihr keinen Familiennamen; Darkseid nennt sie „Goodness“
- Erster Auftritt: Mister Miracle Vol. 1 #2, mit dem Coverdatum Mai-Juni 1971, im Verkauf ab dem 16. März 1971
- Schöpfer: Jack Kirby, als Autor wie als Zeichner
- Lager: New God von Apokolips, Offizierin der Elite von Darkseid
- Funktion: Leiterin des Waisenhauses von Apokolips, Schöpferin der Female Furies
- Bewaffnung: umstritten — ein „Mega-Rod“ laut manchen Quellen, ein Zepter in Harley Quinn, keine Waffe in ihrem DC-Profil
Das Waisenhaus von Apokolips, die wahre Waffe von Granny Goodness
DC beschreibt den Ort ohne Umschweife: Granny Goodness foltert und konditioniert dort ihre Rekruten, um aus ihnen fanatische Soldaten zu machen, bereit, für den Ruhm von Darkseid zu sterben. Der Ort hat keinen festgelegten Eigennamen: DC nennt ihn einfach „das Waisenhaus“, und die Spitznamen, die unter Fans kursieren, haben keine belastbare Quelle.
Diese Schule bildet nicht nur die Furies aus: sie versorgt alle Truppen von Darkseid. Granny verfügt dort auch über eine Folterkammer, den X-Pit, der ihrer ersten Geschichte den Titel gibt, bevor er Jahrzehnte später im Fernsehen wiederkehrt. Ihre Bedrohung ist also keine muskuläre, sondern eine industrielle: eine Produktionskette für Kindersoldaten, im Dienst des Krieges gegen New Genesis, der die finsterste Seite des Mythos vom Mann aus Stahl nährt.
Von den Hounds zum Hund Mercy: Wie Granny Goodness geformt wurde
Sie wird nicht in der Elite geboren: DC ordnet sie der unterdrückten Bauernklasse von Apokolips zu. Als Kind wird sie ihren Eltern entrissen und dazu abgerichtet, zu den Hounds zu stoßen, den Elitesoldaten von Darkseid. Eine Stufe der Ausbildung besteht darin, einen Hund aufzuziehen: den ihren nennt sie Mercy. Die Abschlussprüfung besteht darin, ihn zu töten. Sie führt es aus, und Darkseid, beeindruckt, verkündet ihr, dass sie mit Auszeichnung abschließt. Weil sie als Soldatin für zuverlässig befunden wurde, erhält sie anschließend die Leitung des Waisenhauses, des Abrichtungszentrums für die Diener von Darkseid.
Die Quellen stimmen bei dieser Episode überein, doch keine nennt das Heft, in dem sie erzählt wird: die Szene kursiert ohne genaue Fundstelle. Sie erhellt die Figur dennoch besser als eine Liste von Kräften — die Matrone lässt ihre Zöglinge das erleiden, was man sie selbst erleiden ließ.
Drei Verwechslungen, die man vermeiden sollte
- Mercy, der Hund. Kein Zusammenhang mit Mercy Graves, der Bodyguard von Lex Luthor, die für die Zeichentrickserie aus dem Jahrzehnt ab 1990 geschaffen wurde: perfekte Namensgleichheit, null Verbindung.
- DeSaad und Kalibak. Zwei weitere Leutnants von Darkseid: der Folterknecht und der älteste Sohn. Granny dagegen bildet die Truppen aus.
- Phyllis Diller. Oft als Vorbild der Figur genannt. Mark Evanier, damals Kirbys Assistent, zweifelt daran und hat nur eine vage Erinnerung daran, dass Kirby Shelley Winters erwähnte, ohne darin das Vorbild der Figur zu sehen: eine zählebige Legende, keine Tatsache.
Die Female Furies, ein Kommando aus dem Waisenhaus
Die Female Furies treten als feste Gruppe erstmals in Mister Miracle #6 auf, mit dem Coverdatum Februar 1972. Das erste Quartett vereint Bernadeth, Lashina, Mad Harriet und Stompa. Alle berichten unmittelbar an Granny Goodness, ohne den Umweg über einen anderen Offizier von Darkseid. Gilotina erscheint im Aufgebot der folgenden Geschichten: die Reihen verändern sich je nach Epoche, die Hierarchie nicht.
Jede Furie erkennt man an ihrer Ausrüstung: das Fahren-Knife von Bernadeth, die Stahlpeitschen von Lashina, die Krallen von Mad Harriet, die Antimaterie-Stiefel von Stompa. Eine Schwesternschaft ist die Gruppe deshalb nicht: die Rivalitäten sind dort dauerhaft, besonders um den Platz der Anführerin. Unter den weiblichen Figuren des Superman-Universums nehmen sie ein eigenes Feld ein: das Fertigprodukt einer Schule.
Big Barda, die bekannteste Überläuferin des Waisenhauses
Big Barda tritt erstmals in Mister Miracle #4 auf, mit dem Coverdatum September-Oktober 1971, in „The Closing Jaws of Death!“, vorgestellt als Mitglied der weiblichen Streitmacht von Darkseid. Sie ist ein reines Produkt des Waisenhauses und führte die Furies an, bevor sie mit Scott Free auf die Erde überlief. Mit Kampfrüstung und Mega-Rod beweist sie, dass diese Fabrik auch Soldaten ausliefert, die ihr entgleiten.
Sie ist nicht die Einzige, die entkommt. Knockout debütiert in Superboy Vol. 4 #1 im Februar 1994: nach der Flucht von Barda verlässt auch sie die Furies, wird aber Verbrecherin statt Heldin und begegnet dem Superboy der Post-Crisis-Zeit, Conner Kent. Zwei entgegengesetzte Wege, eine einzige Schule.
Scott Free: das Kind, dem Granny Goodness den Namen gab
New Gods #7, „The Pact!“, mit dem Coverdatum Februar-März 1972, erzählt das Abkommen, das den Krieg zwischen New Genesis und Apokolips beendet: die beiden Lager tauschen ihre Söhne. Der Sohn von Highfather wird Apokolips übergeben, und es ist Granny Goodness, die ihn „Scott Free“ nennt. Das Waisenhaus hat also den späteren Mister Miracle aufgezogen, den Entflohenen, der ihr am Ende durch die Finger geht.
Dieses Detail erhellt ihre allererste Szene: in Mister Miracle #2 verfolgt Granny keinen Feind von außen, sie läuft dem Schüler nach, dem sie selbst den Namen gegeben hat. Wo die Tötungsverweigerung von Superman eine bewusst getroffene Entscheidung ist, dürfen ihre Zöglinge keine haben.
Granny Goodness gegen Superman: der Fall Kara Zor-El
Alles steckt in zwei Heften: in Superman/Batman #11 (August 2004) und #12 (September 2004) von Jeph Loeb und Michael Turner beauftragt Darkseid Granny damit, Kara Zor-El zu holen und aus ihr eine Anführerin der Furies zu machen. Auf Apokolips treffen Granny und ihr Kommando — Gilotina, Lashina, Mad Harriet, Stompa, Bernadeth — auf Superman, Batman, Wonder Woman und Big Barda. Das Heft #13 (Oktober 2004) schließt den Bogen ohne sie ab: ihre ganze Rolle steckt in diesen zwei Episoden der gemeinsamen Geschichte von Superman und Batman.
Sie kehrt 2016 gegen den Helden zurück, in Superman: The Coming of the Supermen, sechs Heften von Neal Adams außerhalb der Kontinuität der New 52: als Kindermädchen verkleidet entführt sie ein Kind namens Rafi und hält es auf Apokolips gefangen, während Superman an der Seite von Orion, Big Barda und Mister Miracle kämpft.
Ihr Platz unter den Gegnern des Helden hat nichts Künstliches. Der Fourth World-Zyklus kommt über einen Superman-Titel zu DC, Superman's Pal Jimmy Olsen, den Kirby ab #133 übernimmt: in #134 (Dezember 1970) ist Darkseid noch bloß ein Gesicht auf einem Bildschirm, ganz am Ende der Episode. Granny kommt fünf Monate später und steht damit von Anfang an in der Galerie der Gegner des Mannes aus Stahl, neben kosmischen Bedrohungen wie dem Herrn von Warworld.
Granny Goodness auf dem Bildschirm: Ed Asner, Smallville und die neueren Fassungen
Auf dem Bildschirm wird die Figur mehr als ein Jahrzehnt lang von einem Mann getragen, von Ed Asner: das ist kein Quellenfehler. In der Zeichentrickserie aus dem Jahrzehnt ab 1990 zeigt „Little Girl Lost“ sie auf der Erde, an der Spitze einer Bande jugendlicher Intergang-Mitglieder, bevor sie die Furies ruft: sie nehmen Superman gefangen und bringen ihn nach Apokolips, und es ist Supergirl, die ihn befreit. Die Episodenliste datiert beide Teile auf denselben Tag, den 2. Mai 1998. „Legacy“, am 5. und 12. Februar 2000, schließt die Auseinandersetzung ab, indem es Superman gegen die Erde wendet.
Justice League Unlimited führt die Linie weiter: am 12. Februar 2005 hält Granny in „The Ties That Bind“ Oberon in ihrem X-Pit fest, um Mister Miracle und Big Barda zu erpressen, gegen Virman Vundabar, Rivale und nicht Untergebener. 2006 zeigt „Alive!“ sie an der Spitze eines der beiden Lager im Bürgerkrieg von Apokolips, gegen die Truppen von Vundabar, bis zur Rückkehr von Darkseid. Der Film Superman/Batman: Apocalypse (28. September 2010) adaptiert den Bogen von 2004, Ed Asner weiterhin am Mikrofon.
Im Realfilm liefert die Staffel 10 der Serie, die die Anfänge von Clark Kent neu geschrieben hat, die wörtlichste Übertragung: Christine Willes hält die Rolle im Lauf der Staffel, von „Abandoned“ (12. November 2010), wo Tess das Waisenhaus ihrer Kindheit wiederfindet und wo Clark Granny hinter ihrer philanthropischen Fassade gegenübertritt, bis zum „Finale“ (13. Mai 2011). Granny steht auch im Hintergrund einer Apokolips-Szene in der langen Fassung von Justice League, als Computeranimation.
Die neueren Fassungen weichen vom bedrohlichen Register ab: Cloris Leachman in Justice League Action (2017-2018), Deborah Strang in Young Justice: Outsiders unter der Identität Gretchen Goode, Jessica Walter in Harley Quinn. Ein Anhaltspunkt in der Liste der Serien des Superman-Universums: sie kommt nicht in Supergirl vor, der Serie des Senders CW.
Ihr Tod von 2008 und die Rückkehr in den Comics
Ihr Schicksal im Jahr 2008 ist ein Lehrstück. Ihr Tod wird nicht in Death of the New Gods gezeigt, den acht Heften von Jim Starlin, die 2007-2008 erschienen: die Serie zählt Granny zu den New Gods, die in ihren Auftaktheften getötet werden, und es ist Countdown #10, das sie sterben lässt, durch die Hand von Infinity-Man; Big Barda hingegen stirbt tatsächlich in Starlins Serie. Der Autor hat erklärt, er habe ihr Ende an Countdown anpassen müssen, und die Quellen weichen sogar beim Datum dieses Hefts voneinander ab.
Im selben Jahr zeigt Final Crisis #2 (August 2008) von Grant Morrison, wie sie den Körper der Alpha Lantern Kraken in Besitz nimmt, um John Stewart anzugreifen und Hal Jordan beschuldigen zu lassen.
Im September 2017 schickt in Mister Miracle #2 von Tom King und Mitch Gerads — dem Autor der Serie, die den Supergirl-Film inspiriert hat — der inzwischen zum Highfather gewordene Orion Scott Free und Barda gegen Granny, die ihnen eröffnet, dass Orion sie gebeten hatte, Scott zu töten; das Datenblatt dieses Hefts führt sie als tot, ohne dass der Urheber des tödlichen Schlags feststeht. Im Februar 2019 packt Female Furies, sechs Hefte von Cecil Castellucci und Adriana Melo, das Waisenhaus am anderen Ende an: warum die Mädchen von Granny im Hintergrund bleiben, wenn die Männer der Elite in den Krieg ziehen.
FAQ — Häufige Fragen
Wer ist Granny Goodness im Universum von Superman?
Eine New God von Apokolips, Offizierin der Elite von Darkseid, 1971 von Jack Kirby erschaffen. Sie leitet das Waisenhaus, das Kinder in Soldaten verwandelt, und sie hat die Female Furies geschaffen. Sie ist eine Ausbilderin, keine Kämpferin.
Wie lautet der echte Name von Granny Goodness?
Sie hat keinen: DC gibt ihr keinen Familiennamen, und Darkseid nennt sie „Goodness“. Dafür trägt sie Aliasnamen: „Athena“ in Amazons Attack! #6 (2007) und „Gretchen Goode“ in Young Justice: Outsiders. Diese „Athena“ ist nicht die griechische Göttin, sondern die verkleidete Granny.
Was ist das Waisenhaus von Apokolips?
Ein militärisches Abrichtungszentrum, getarnt als Heim für Kinder. DC beschreibt es als den Ort, an dem Granny ihre Rekruten foltert und konditioniert, bis sie bereit sind, für den Herrn von Apokolips zu sterben, und es liefert alle Truppen von Darkseid, nicht nur die Furies.
Kommt Big Barda aus dem Waisenhaus von Granny Goodness?
Ja, und sie führte die Furies sogar an, bevor sie mit Scott Free auf die Erde überlief. Ihr erster Auftritt ist Mister Miracle #4 (September-Oktober 1971). Im Jahr 2004 kämpft sie an der Seite von Superman auf Apokolips gegen ihre frühere Leiterin, um ihre kryptonische Cousine Darkseid zu entreißen: konditioniert kämpft Kara damals im anderen Lager.
Warum wird Granny Goodness von einem Mann gesprochen?
Das ist die Entscheidung, die schon in der Zeichentrickserie aus dem Jahrzehnt ab 1990 getroffen wurde: Ed Asner hält die Rolle mehr als ein Jahrzehnt lang, bis zum Film Superman/Batman: Apocalypse im Jahr 2010. Die folgenden Produktionen haben sie Schauspielerinnen übertragen, darunter Cloris Leachman.
Ist Granny Goodness tot?
Sie stirbt 2008 in Countdown #10 durch die Hand von Infinity-Man; Death of the New Gods, dessen Auftakt dieses Heft ist, zeigt die Szene nicht. Diese Geschichten sind seither weitgehend aus der Kontinuität entfernt worden, und die Figur ist in den Comics wieder aufgetaucht, vom Mister Miracle von Tom King (2017) bis zu Female Furies (2019); auf dem Bildschirm bleibt Smallville ihre einzige Realfilm-Fassung.
Fazit
Granny Goodness behauptet ihren Platz im gegnerischen Lager mit einem bei Schurken seltenen Mittel: mit einer Institution. Ihr Waisenhaus fertigt die Soldaten von Darkseid, bringt die Female Furies hervor und liefert Superman dann zwei gewichtige Stützen, Big Barda und Mister Miracle. Um dem Faden zu folgen: die vier Hefte von Kirby, Mister Miracle #2, #4 und #6, dann New Gods #7.
Was den Bildschirm betrifft, liefern die Zeichentrickserie aus dem Jahrzehnt ab 1990 und der Film von 2010 das Wesentliche; die Staffel 10 von Smallville bleibt ihre einzige Realfilm-Fassung. Für das Gesamtbild stellt die Rangliste der Gegner des Mannes aus Stahl die Matrone von Apokolips zwischen die anderen Bedrohungen.